Der Pionier des Gailtaler Almkäses ist verstorben

Getrauert wird um Hermann Lackner (84), der in Hermagor Landwirt und in vielen Vereinen tätig war.

 

Mit seiner Heimatortschaft Rattendorf-Jenig trauert auch die Gailtaler Bauernschaft um Hermann Lackner. Der weit über den Bezirk hinaus bekannte Landwirt und Multifunktionär ist am Montag 84-jährig verstorben. Lackner fühlte sich von Jugend  an seinem Heimatort, den Vereinen, der Bauernschaft und der Kultur besonders  verpflichtet. Die örtliche Burschenschaft führte er durch 15 Jahre, erfand dabei 1968 das legendäre Rattendorfer Waldfest, stand 27 Jahre der Agrargemeinschaft Rattendorf als Obmann vor und lenkte 30 Jahre die Geschicke der Kärntner Landsmannschaft Rattendorf.

 

Nebenbei fungierte er zwei Jahrzehnte als Kameradschaftsführer der Feuerwehr, übernahm in zwei Perioden politische Verantwortung im Gemeinderat Hermagor  für die ÖVP und wirkte über 40 Jahre im Bildungsreferat der Kammer für Land- und Forstwirtschaft. Lackner führte von 1982 bis 2011 den Vorsitz im Verein der Gailtaler Almsennereien, der später in „Genussregion Gailtaler Almkäse g.U.“ umbenannt wurde.

 

Anhand gezielter Sanierungsprogramme und schließlich durch den EU-Beitritt 1995 wie dem  EU-Almförderungsprogramm gelang es Lackner, die Gailtaler Almsennereien zu neuer Blüte zu führen. Die Bemühungen des zweifachen Vaters wurden 1997 mit der Übergabe der Markenberechtigung für den Gailtaler Almkäse g.U. durch EU-Kommissar Franz Fischler im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung gekrönt. Unvergesslich dann die spontane und emotionale Dankesrede des Jeniger Bauern, die selbst den Agrarkommissar schwer beeindruckte. Lackners erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit wurde mit dem Berufstitel Ökonomierat gewürdigt.

 

Die Möglichkeit einer persönlichen Verabschiedung ist für 12. Jänner in der Aufbahrungshalle in Jenig vorgesehen.

 

 

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